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Aktuelle Trends bei modernen Gebäudetechnologien und Stand der Nutzung sowie Informationsbedarf im Elektro- und SHK-Handwerk Auf Initiative und mit Unterstützung der Handwerkskammer Reutlingen sowie der Handwerkskammer der Pfalz hat das Ludwig-Fröhler-Institut für Handwerkswissenschaften (LFI) den aktuellen Stand der Nutzung und des Einsatzes moderner Gebäudetechnologien im Elektriker- und Heizungsbauhandwerk anhand einer schriftlichen Befragung von ca. 4000 Handwerksbetrieben im südwestlichen Bundesgebiet untersucht. In den Häusern der Zukunft werden moderne Gebäudetechnologien immer wichtiger. Dabei wird die Anwendung von Netzwerktechnologien innerhalb von Wohngebäuden in gleicher Weise an Bedeutung gewinnen, wie sich Wasser- Energie- und Wärmeoptimierung als Regel in modernen Gebäuden etabliert hat. Da viele Handwerksbetriebe mit den dynamischen Entwicklungen nur schwer mithalten können, wurde mit der Studie die Frage beantwortet, wie die betroffenen Gewerke auf diesen technologischen Wandel vorbereitet sind und welche Fördermaßnahmen sinnvoll wären, um den erforderlichen Anpassungsprozess bestmöglich zu unterstützen. Die Studie konnte dementsprechend erste Anhaltspunkte über den aktuellen Stand der Nutzung, den Informationsbedarf sowie die Einstellung zu modernen Gebäudetechnologien in den zentral betroffenen Gewerken des Elektriker- und SHK-Handwerks geben. Die folgende Abbildung zeigt drei ausgewählte Anwendungsgebiete dieser Technologien im Elektrohandwerk. Bei der Analyse der Daten kann erkannt werden, dass beispielsweise die Konzeption von Energieversorgungsanlagen den meisten befragten Betrieben bekannt ist. Knapp jedes fünfte Unternehmen setzt diese Technik bereits intensiv ein und 46% gelegentlich. Bei einer tiefer gehenden Betrachtung der Daten stellt sich heraus, dass regionale Unterschiede bei der Nutzung bestehen: Im Kammerbezirk von Kaiserslautern setzen diese Technik 15,9% intensiv ein, in Reutlingen 30,0% und in Stuttgart 20,8%.
Analog zum Vorgehen bei den Elektrotechnikern wurde diese Darstellungsweise auch bei der Analyse der Diffusion von modernen Gebäudetechnologien im SHK-Handwerk heran gezogen. Die folgende Graphik macht deutlich, dass der Einsatz der Brennstoffzelle 7% überhaupt nicht bekannt, 83% setzen sie nie ein. Diese Technologie wenden lediglich 2% intensiv und 8% gelegentlich an.
Im Gegensatz dazu wird der Energiesparservice von 26% der befragten Betriebe intensiv genutzt, vor allem von Betrieben, die in einer Großstadt angesiedelt sind. Dagegen kennen 5% diese Dienstleistung überhaupt nicht, 13% setzen sie nie in ihrem Unternehmen ein. Aufbauend auf der Analyse der Nutzung dieser Technologien wurde der Informationsbedarf zu den einzelnen Anwendungsgebieten der neuen Technologien für Gebäude erörtert, um neben der Nutzung darüber hinaus die Nachfrage nach weiteren Informationen zu prüfen. Auf Grundlage der Ergebnisse können zweckmäßige Strategien für eine zielgerechte Förderung der betroffenen Handwerksbetriebe abgeleitet werden. Der Vergleich der aktuellen Nutzung mit der Einstellung sowie dem Informationsbedarf macht deutlich, dass einer geringen Nutzung moderner Gebäudetechnologien eine positive Einstellung sowie eine hohe Nachfrage an weiteren Informationen gegenüber stehen. Daraus kann geschlossen werden, dass die befragten Betriebsinhaber die Marktchancen der technologischen Entwicklungen sowie deren Nutzen durchaus erkannt haben, das Wissen um deren Anwendung sowie Einsatzmöglichkeiten jedoch noch zu eingeschränkt ausgeprägt sind. Die Kombination dieser beiden Faktoren zeigt aufgrund der Begrenztheit von Bezugsquellen über die Einsatzmöglichkeiten von modernen Gebäudetechnologien die große Bedeutung der Weiterbildungseinrichtungen der Handwerkskammern in ihrer Funktion als Intermediäre. Die Forschungsergebnisse können auf der Homepage des Instituts www.lfi-muenchen.de im Bereich Publikationen herunter geladen werden. Weitere Informationen erhalten Sie bei: Bernhard Zoch Ludwig-Fröhler-Institut Max-Joseph-Str. 4 80333 München T: 089/51556084 M: zoch@lfi-muenchen.de
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