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Personalmanagement im Handwerk
Steigende Konkurrenz und hohe Personalkosten charakterisieren die aktuelle Wirtschaftssituation. Arbeitszeitflexibilisierung kann insbesondere in diesen Zeiten ein wichtiges Instrument zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben darstellen. Aus diesem Grund veranstaltete das Ludwig-Fröhler-Institut ein ZDH-Praxisseminar in Prien am Chiemsee vom 15. bis 17. Oktober. Den Betriebsberatern der Kammern und Verbände wurde ein breites Themenspektrum von den psychologischen Grundlagen der Motivation der Mitarbeiter über adäquates Führungs- und Leitungsverhalten im Betrieb bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit geboten.
Flexible Arbeitszeitmodelle können Unternehmen helfen, den Personalbestand an eine schwankende Auftragslage anzupassen, eine erhöhte Kundenorientierung zu gewährleisten oder betriebliche Kapazitäten besser auszulasten. Zudem ermöglichen flexible Arbeitszeiten eine individuelle Anpassung der Arbeitszeit an die privaten Bedürfnisse der Mitarbeiter. Die oft resultierende Erhöhung der Arbeitsmotivation steigert die Produktivität der Betriebe. Bei Arbeitszeitflexibilisierung sind zunächst arbeitsrechtliche Grundanforderungen zu beachten. Tarifverträge, das Betriebsverfassungsgesetz, das Arbeitsrecht und sozialversicherungsrechtliche Gesetze begrenzen den Spielraum von Unternehmen bei Arbeitszeitflexibilisierung und können die Einführung erheblich erschweren. Aus der Vielzahl der Arbeitszeitmodelle (Jahresarbeitszeit, Gleitzeit, Schichtarbeit, etc.) ist zudem betriebsindividuell das adäquate Konstrukt auszuwählen.
Basierend auf diesen Grundlagen ist bei der Umsetzung von flexiblen Arbeitszeiten in der Beratung zudem auf das richtige Vorgehen zu achten. Besonders sind hierbei neben einer profunden Analyse der Betriebsstrukturen und Organisationsabläufe der Einbezug aller Mitarbeiter und deren Charaktere sowie die anschließende Erprobung der erarbeiteten Lösung mittels einer befristeten Vereinbarung zu achten.
Aufgrund der besonderen Relevanz des Themenkomplexes bietet das Ludwig-Fröhler-Institut das Thema Personalmanagement in Lübeck vom 08. bis 10. September 2009 wieder an. Der Themenschwerpunkt liegt auf Personalmanagement vor dem Hintergrund des bestehenden/drohenden Fachkräftemangels. Informationen zum genauen Veranstaltungsort werden schnellstmöglich im Beratungs- und Informationssystem im Handwerk (BIS) bekannt gegeben. Über diese Plattform können sich interessierte Berater/innen der Handwerkskammern und –verbände für die Veranstaltung anmelden.
Ludwig-Fröhler-Institut Max-Joseph-Str. 4 80333 München 089-51556080 http://www.lfi-muenchen.de
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