Aktuelle Veröffentlichung über die
mitarbeitenden Familienangehörigen im Handwerk zeigt deren große Bedeutung
Im Rahmen einer groß angelegten
schriftlichen Befragung von 10.000 angeschriebenen Handwerksbetrieben im
gesamten Bundesgebiet wurde die große Bedeutung von mitarbeitenden
Familienangehörigen im Handwerk untermauert. Welche erhebliche Rolle den
mitarbeitenden Familienangehörigen beigemessen werden muss, zeigt das
Untersuchungsergebnis, dass 14% aller Mitarbeiter in Handwerksbetrieben bis
500 Mitarbeiter zur Familie gehören und davon knapp 50 % Lebenspartner der
Betriebsinhaber sind, in der Regel Frauen. Davon arbeitet der größte Anteil
Vollzeit im Betrieb mit.
Neben Lebenspartnern und Kindern beinhalten
diese 14% darüber hinaus mitarbeitende Onkel, Cousins, Großeltern und
weitere Verwandte, die zur Familie gehören.
Ferner war zu beobachten, dass bei Betrieben
mit einem weiblichen Inhaber deutlich weniger Männer im Betrieb
mitarbeiteten als umgekehrt. Dieser Befund könnte einen interessanten Ansatz
für weiterführende Studien bieten.
Darüber hinaus kann angenommen werden, dass
relativ viele mitarbeitende Lebenspartnerinnen, die schon vor dem Januar
2005 im Betrieb mitgearbeitet haben (sog. Altfälle), ihren
sozialversicherungsrechtlichen Status nicht haben prüfen lassen und nicht
genau wissen, ob sie sozialversichert oder Mitunternehmerin sind. In diesem
Zusammenhang sind die Handwerksorganisationen aufgefordert, mehr
Aufklärungsarbeit zu leisten. Der Bundesverband der Unternehmerfrauen im
Handwerk hat unter seinen Mitgliedern immer wieder auf die Notwendigkeit
einer Statusüberprüfung hingewiesen und das notwendige Problembewusstsein
geschaffen.
Die Unternehmerfrauen, Kinder und sonstigen
mitarbeitenden Verwandten verkörpern die Grundlage für den
Unternehmenserfolg insbesondere bei kleinen Betrieben. Damit dieses
Potenzial auf breiter Ebene Wirkung entfalten kann, muss es durch gezielte
Maßnahmen gefördert werden, z.B. durch passgenaue Weiterbildungsangebote der
Handwerkskammern.
Die 67 Seiten umfassende Studie kann unter
folgendem Link herunter geladen werden:
www.lfi-muenchen.de/publikationen/Mitarbeitende-Familienangehoerige-im-Handwerk.pdf
Ansprechpartner:
Ludwig Fröhler Institut
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