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Nutzung neuer Marktpotentiale im Handwerk Durch die
tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit entsteht eine
Vielzahl neuer Marktpotentiale: Der demografische Wandel in Deutschland mit
mehr älteren Kunden etwa, ein steigendes Umweltbewusstsein oder die immer
größere Bedeutung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien sind hier
zu nennen. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund einer zunehmenden
Dienstleistungsorientierung in der Bevölkerung. So stellt sich für die
Unternehmen des Handwerksbereiches mehr denn je die Frage, wie dadurch
entstehende Marktpotentiale genutzt werden können.
Das steigende Umweltbewusstsein in der Gesellschaft eröffnet einerseits dem Lebensmittelgewerbe eine Reihe neuer Markpotentiale, andererseits aber auch Handwerksbranchen wie den Kraftfahrzeugtechnikern. Die Automobilhersteller sind aktuell damit beschäftigt, immer sparsamere und abgasärmere Autos zu entwickeln. Vor allem Hybridmotoren sind auf dem Vormarsch. Das Konzept ist einfach: Ein Verbrennungsmotor wird bei Bedarf durch einen Elektromotor unterstützt. Beim Bremsen wird die Batterie des Elektromotors dann wieder aufgeladen. Für die Werkstätten ist es nun entsprechend wichtig, sich auf diese Entwicklungen einzustellen und den Mitarbeitern das nötige Wissen zu vermitteln, die der Umgang mit modernen Technologien wie z.B. dem Hybridmotor verlangt. Ins Bewusstsein der Betriebe muss treten, dass nur so langfristig die Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet werden kann.
Für fast alle Gewerke des Handwerks ist der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) empfehlenswert. In Studien zeigte sich, dass der Einsatz moderner IKT auf elektronischen Märkten im Allgemeinen zu einer Senkung des Transaktionskostenniveaus im Vergleich zum realen Markt führt. Suchkosten reduzieren sich etwa durch die Nutzung elektronischer Datenbanken, Suchmaschinen und spezialisierter Informationsportale. Die IKT-Nutzung zur Unterstützung von Geschäftsprozessen führt entsprechend zu qualitativen und quantitativen Verbesserungen in Informations-, Entscheidungs- und physischen Prozessen, wodurch die Produktivität sowie die Effizienz gesteigert werden können.
Die strukturellen
Veränderungen bieten also nicht nur einigen wenigen Gewerken Chancen und
Möglichkeiten. Fast alle Wirtschaftszweige des Handwerks sind von ihnen mehr
oder weniger betroffen. Je früher sich die Betriebe mit den Konsequenzen
auseinandersetzen und sich darauf einstellen, desto wettbewerbsfähiger werden
sie sein und einen Vorsprung gegenüber denjenigen Unternehmen erlangen, welche
die Potenziale der aktuellen Entwicklungen vernachlässigen. Diese Studie steht online
unter zur Verfügung. Ludwig-Fröhler-Institut
2011
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